Was ist eigentlich gutes Katzenfutter?

Wenn du einige Tipps beachtest, muss das Fressen bei deiner Katze kein Problem werden.

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links und/oder werbende Inhalte. Mehr dazu kannst Du hier nachlesen.


In der letzten Woche hat mir eine Leserin die Frage gestellt, welches Katzenfutter wirklich gut und preislich noch erschwinglich ist. Denn dass wir alle nur das Beste für unsere Stubentiger wollen, steht außer Frage. Doch nicht jeder kann (und will) sich teures Katzenfutter leisten. Insbesondere, wenn nicht einmal sicher ist, ob teuer gleichbedeutend mit gut ist.

Was macht gutes Katzenfutter aus?

Um beurteilen zu können, was in gutes Katzenfutter gehört, musst du verstehen, wie die Verdauung deiner Katze funktioniert. Denn erst, wenn du weißt, was eine Katze in der freien Natur aus welchen Gründen frisst, weißt du auch, worauf du beim Katzenfutter achten solltest.

Katzen sind Fleischfresser!

Für die allermeisten Dosenöffner ist das keine Neuigkeit. Mit einer Katze hast du dir ein kleines Raubtier ins Haus geholt. Und Raubtiere fressen üblicherweise Fleisch.

Eine tote Maus liegt auf einem Steinboden
Das natürlichste Katzenfutter sind Nagetiere wie Mäuse oder Kaninchen.

Doch Raubtier ist nicht gleich Raubtier. Hunde verdauen anders als Katzen. Und Katzen benötigen manche Nährstoffe schon aufgeschlüsselt, weil ihnen bestimmte Stoffwechselprozesse fehlen. Das bedeutet für eine Katze, dass sie beispielsweise viele wichtige Nährstoffe aus Pflanzen nur verdauen kann, wenn diese von einem anderen Lebewesen bereit aufgeschlossen wurden. Im Klartext: Eine Katze holt sich die notwendigen Nährstoffe aus ihren Beutetieren! Mäuse, Kaninchen und Hasen fressen Pflanzen und verdauen diese. Wenn die Katze diese Tiere frisst, dann tut sie das mit Haut und Haaren. Das schließt auch die angedauten Pflanzenteile im Magen der Mäuse mit ein, aus denen die Katze nun ihrerseits wichtige Nährstoffe wie Vitamine aufnehmen kann.

Das braucht eine Katze

Doch was sind das für Nährstoffe, die für die Gesundheit einer Katze notwendig sind?

  • Eiweiß bzw. Proteine: Eiweiße oder Proteine sind aus verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. Katzen benötigen zehn verschiedene Aminosäuren, die sie über Muskelfleisch oder Milchprodukte aufnehmen können. Einen Mangel können Katzen nur sehr schlecht kompensieren. (Daher ist es auch so wichtig, dass kranke Katzen möglichst bald wieder fressen und deshalb sind Nulldiäten für Katzen lebensgefährlich.)
  • Fette: Wie auch beim Menschen sind bei einer Katze bestimmte ungesättigte Fettsäuren (Arachidonsäure) lebensnotwendig und können nicht selbst vom Körper produziert werden. Das heißt, dass diese durch die Nahrung aufgenommen werden muss. Arachidonsäure ist beispielsweise in Herz, Leber und Geflügelfett enthalten.
  • Kohlenhydrate: Diese sind für Katzen nur in sehr geringen Mengen notwendig und müssen bereits aufgeschlossen sein, um überhaupt verdaut werden zu können. (Kohlenhydrate in großen Mengen scheinen verantwortlich für Nierenerkrankungen oder Diabetes bei Katzen zu sein.) Besonders geeignet sind dabei Reis und Kartoffeln.
Eine Katze hockt vor ihrem Napf und frisst
Mit gutem und hochwertigem Katzenfutter kann deine Katze ein langes und gesundes Leben führen
  • Vitamin A: Vitamine werde nur in sehr geringen Mengen benötigt, sind aber für viele Stoffwechselprozesse und damit das Leben unverzichtbar. Allerdings kann ein Zuviel mancher Vitamine zu regelrechten Vergiftungserscheinungen führen. Im Gegensatz zu uns Menschen können Katzen kein Vitamin A aus dem beispielsweise in Karotten enthaltenen Beta-Carotin umwandeln. Sie müssen es über ihr Futter aufnehmen. Enthalten ist es in roher oder gebratener Leber.
  • Taurin: Taurin ist ein Abbauprodukt bestimmter Aminosäuren. Es kann von Katzen nicht selbst synthetisiert werden, sondern muss mit der Nahrung (Fleisch, Fisch, Milchprodukte) aufgenommen werden. Ein Mangel an Taurin (wie er beispielsweise durch die Ernährung einer Katze  mit Hundefutter passieren würde) führt zur Erblindung.
  • Calcium: Wie auch wir Menschen brauchen Katzen Calcium zum Aufbau ihrer Knochen und müssen es über die Nahrung aufnehmen. Calcium ist in Knochen oder Knorpel enthalten sowie in Milchprodukten. Gerade bei älteren Katzen, die vielleicht auch noch empfindlich auf Milchprodukte reagieren, muss auf eine ausreichende Calciumzufuhr eventuell in Form von Zusatzpräparaten geachtet werden.
  • Phosphor: Neben dem Calcium spielt Phosphor eine große Rolle für einen gesunden Knochenbau. Auf der anderen Seite belastet eine ständig hohe Zufuhr an Phosphor die Nieren einer Katze. Gerade bei Nierenkranken Katzen muss daher auf einen niedrigen Phosphorgehalt im Futter geachtet werden. Fleisch enthält üblicherweise viel Phosphor und wenig Calcium, wohingegen Knochen viel Calcium und wenig Phosphor enthalten.
  • Wasser: Wasser an sich ist vielleicht nicht mit zu den Nährstoffen zu zählen. Doch ohne Flüssigkeit funktioniert im Körper einer Katze genausowenig wie in dem von uns Menschen. Doch im Gegensatz zu uns, decken Katzen ca. 90% ihres Wassergehaltes über ihre Nahrung. Sie trinken üblicherweise so gut wie nichts. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Trockenfutter als alleiniges Futtermittel ungeeignet ist, da es zu wenig Feuchtigkeit enthält und unsere Katzen dadurch der Gefahr unterliegen zu vertrocknen. Sie verdursten zwar sicherlich nicht, aber es können sich Blasen- und Nierensteine bilden und die Nieren angegriffen werden.

Worauf sollte ich unbedingt achten?

Nun weißt du also, was eine Katze für eine gesunde Ernährung braucht: viel Fleisch (ohne tierische Nebenerzeugnisse), wenig Kohlenhydrate (Getreide, Pflanzenfasern), Vitamin A, Taurin und Calcium sowie ein niedriger Phosphor- und Tiermehlgehalt.

Doch wie findest du jetzt das perfekte Futter?

Eine Dose Katzenfutter mit einem Teller mit Bröckchen davor.
Nur weil ein Katzenfutter teuer ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es auch gut ist.

Das Wichtigste für deinen Schmusetiger ist eine ausgewogene Ernährung. Im Grunde genommen ist es wie bei uns Menschen: wer sich immer von Fastfood ernährt, der wird irgendwann gesundheitliche Probleme bekommen. Wer sich auf der anderen Seite sehr einseitig ernährt, kann mit Mangelerscheinungen rechnen. Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte.

So ist es auch bei Katzen.

Gutes Katzenfutter muss nicht teuer sein

Sicherlich ist die natürlichste und artgerechteste Ernährung einer Katze diejenige, bei der die Katze durch die Natur streift und sich ihr Futter selber erlegt. So wäre es für uns Menschen ja auch 😉 Doch da dies in den seltensten Fällen möglich ist, müssen wir Dosenöffner die Futterentscheidungen für unsere Katzen treffen. Und bei dieser sind in der Regel Kompromisse notwendig. Denn es gibt zwar einige gute Katzenfuttersorten, aber das optimale Futter hängt ja auch davon ab, was du für die Ernährung deiner Katzen ausgeben kannst und willst.

Die folgenden Futtersorten sind von der Zusammensetzung her empfehlenswert. Allerdings solltest du darauf achten, dass verschiedene Sorten verschiedene Zusammensetzungen haben. Also bitte achte darauf, die jeweils richtige Sorte zu kaufen. (Ich werde die Liste bei Gelegenheit um die richtigen Futtersorten ergänzen.)

Katzenfutter Empfehlung

Diese Tabelle enthält Affiliate-Links.
Dieses Dosenfutter kann auf Grund seiner Inhaltsstoffe mit ziemlich ruhigem Gewissen verfüttert werden. Dabei enthält jedoch nicht jede Sorte oder jede Dose bzw. jeder Beutel dieselben Inhaltsstoffe. Ein Vergleich ist daher notwendig. In der rechten Spalte können - falls möglich - die direkten Links zu den jeweiligen Onlineshops angeklickt werden.
KatzenfuttermarkePreis pro DoseZu kaufen bei
Lux bzw. Cachet49 Cent für 400gAldi
Coshida35 Cent für 400gLidl
Smilla6,99 € für 6 x 400g bei zooplus
Zooplus (Smilla)
Animonda Carny5,99 € für 6 x 400g bei Zooplus
6,49 € für 6 x 400g bei fressnapf
Zooplus (Animonda)
Fressnapf (Animonda)
Bozita5,99 € für 6 x 370g bei zooplus
15,99 € für 16 x 370g bei fressnapf
Zooplus (Bozita)
Fressnapf (Bozita)
Beste Wahl35 Cent für 100gRewe
Yarrah1,59 € für 1 x 400g bei zooplus
15,99 € für 12 x 405g bei fressnapf
Zooplus (Yarrah)
Fressnapf (Yarrah)
Macs8,90 € für 6 x 400g bei zooplusZooplus (Mac's)
Cosma12,99 € für 6 x 400g bei zooplusZooplus (Cosma)
Leonardo9,30 € für 6 x 400g bei zooplusZooplus (Leonardo)
Grau8,99 € für 6 x 200g bei zooplusZooplus (Grau)
Porta 2115,99 € für 6 x 400g bei zooplusZooplus (Porta 21)
Schesir7,99 € für 6 x 140g bei zooplus
13,99 € für 14 x 85g bei fressnapf
Zooplus (Schesir)
Fressnapf (Schesir)
Schmusy0,89 € für 1x 190g bei zooplus
11,99 € für 12 x 400g bei fressnapf
Zooplus (Schmusy)
Fressnapf (Schmusy)
Winston25 Cent für 100 g Rossmann
Real Nature11,70 € für 6 x 400g bei FressnapfFressnapf (Real Nature)
Terra Faelis2,39 € für 200g im Online Shop
23,99 € für 12x200g bei Fressnapf
Terra Faelis Onlineshop
Fressnapf (Terra Faelis)
PETS DELI12,75 € für 10x150g Probierpakethttps://www.haustiermagazin.com/PD-katze

Die richtige Menge

Die richtige Menge Katzenfutter ist sehr stark davon abhängig, wie der Grundumsatz deiner Katze ist: Junge, sehr aktive Katzen brauchen wesentlich mehr Katzenfutter als ältere Katzensenioren. Junge Katzen bis zu einem Jahr dürfen sogar so viel fressen, wie sie wollen. Dabei gibt es kein zuviel und du musst dir keine Sorgen machen, dass aus deinem schlanken Katzen-Teenie ein Moppel-Kätzchen wird.

Eine Katze steht an einem Topf und rührt um
Was würden Katzen kochen, wenn sie könnten? Vermutlich Mäuseeintopf 🙂

Genau so brauchen sehr große Kater mehr als kleine Katzen. Und von sehr hochwertigem Futter braucht dein Stubentiger weniger als von nicht so hochwertigem. Die Angaben auf den Dosen (ca. 150-200g pro Tag bei einer normalen Hauskatze) können somit nur Durchschnittsangaben sein. An diesen kannst du dich orientieren. Wenn du feststellst, dass du die Rippen deiner Katze nicht mehr fühlen kannst, dann solltest du die Futtermenge behutsam nach und nach reduzieren. Zusammen mit etwas mehr Spielbewegung kannst du deine Katze damit aus der Moppelfraktion wieder herausholen.

Hast du Fragen oder Anmerkungen?

Dann hinein damit in die Kommentare!

Fehlt noch etwas oder hast du andere Erkenntnisse?

Auch dann freuen wir uns über einen Kommentar!


Bildcredit: (c) Nailia Schwarz - Fotolia.com


Wir freuen uns, wenn du unseren Beitrag bewertest:

1 Star2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (4 Bewertungen, Durchschnitt: 0.00 von 5)
Loading...

Tipps, Hilfe und Schnäppchen für dein Tier per E-Mail

Wir haben einen kostenlosen Info-Brief per E-Mail eingerichtet. Du bekommst:

  • wertvolle Tipps und Hilfe für dich und deinen Liebling
  • Infos bei richtig guten Schnäppchen
  • Infos, die es nicht hier zu lesen gibt

Wir schicken dir maximal zwei Mails im Monat und keinen Spam, versprochen! Wir geben deine Daten auch nicht weiter.

Ja, ich möchte den kostenfreien Info-Brief per E-Mail abonnieren. Den Datenschutzhinweis habe ich zur Kenntnis genommen. Ich willige ein, E-Mails mit Informationen und Angeboten über Haustiere zu erhalten.

Das ganze ist 100% kostenlos und du kannst dich jederzeit mit nur einem Klick abmelden!

About Steffi 399 Articles
Ich bin Steffi, bekennende Tiernärrin, Dosenöffner für ehemals drei Kater und aktuell einen Junghund. Ich möchte mit meinen Beiträgen allen Tierbesitzern helfen, ihre Lieblinge noch besser zu verstehen.

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*