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„Guck mal, ein Mini-Dobermann!“ ist ein Satz, den Zwergpinscher-Besitzer nur all zu oft zu hören bekommen. Nicht ohne Grund: Optisch erinnert der zweifarbige Zwergpinscher tatsächlich stark an den größeren Dobermann. Sein muskulöser, quadratischer Körperbau, das kurze, glatte Fell, die schlanken Beine und der kräftige Kopf sind typisch für die kleinen Hunde. [Artikel lesen]

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Zwergpinscher 

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Zwergpinscher sind sehr verspielte, lebhafte Begleiter mit einem überaus treuen Charakter, die ihrem Besitzer gerne nah sind und mit ihm durch dick und dünn gehen. Auch in einer Familie fühlt der Zwergpinscher sich überaus wohl und gerade durch sein verspieltes und aktives Wesen ist er auch für Kinder bestens geeignet. Dennoch: Der Zwergpinscher neigt dazu, sich auch in einer Familie eine Hauptbezugsperson zu suchen. Der Zwergpinscher ist überaus aktiv, intelligent und auch ehrgeizig. Er braucht viel Auslauf und Beschäftigung, weshalb er sich auch gut für einen Hundesport wie Agility eignet. Dabei ist er stets bemüht alles richtig zu machen, um im Gegenzug die Zuwendung seines Besitzers zu erlangen. Er ist ein überaus intelligenter Hund, der große Freude am Lernen hat und sein Können gerne unter Beweis stellt. Wird er hingegen nicht genug ausgelastet, zeigt der Zwergpinscher oft nervöses und unruhiges Verhalten. Wird der Zwergpinscher gut beschäftigt, so ist er ausgeglichen und zuhause kaum spürbar, weshalb er bei genügend Bewegung auch in einer Stadtwohnung gehalten werden kann. Er zieht sich gerne auf ein gemütliches Plätzchen zurück. Außer wenn Besuch kommt, denn seinen Beschützertrieb kann der Zwergpinscher nicht verleugnen. Er meldet Gefahren schnell und würde durchaus auch dazu tendieren, Probleme selbständig zu lösen. Fremden Menschen gegenüber wirkt der Zwergpinscher häufig reserviert bis freundlich. Hunden und anderen Tieren gegenüber ist der Zwergpinscher sehr offen, spiel- und kontaktfreudig. Der Sommer ist die bevorzugte Jahreszeit des Zwergpinschers. Durch die fehlende Unterwolle beginnt die zarte Hunderasse rasch zu frieren. Nicht nur aus diesem Grund eignet sich der Zwergpinscher nicht dazu, im Garten gehalten zu werden. Im Winter solltest du die Unterwolle bei den Spaziergängen mit einem Hundemantel kompensieren. Dieser dient vor allem dazu, den Hund warm zu halten und ist keinesfalls nur ein Accessoire für Schoßhunde. Der Zwergpinscher ist ein äußerst robuster Hunde, zwar gibt es einige Erbkrankheiten, diese treten aber nur selten auf. Auch die Fellpflege ist äußerst unkompliziert. Das kurze Fell lässt sich leicht sauber halten und auch bürsten braucht man den Zwergpinscher wenn dann zum Fellwechsel. Bei guter Erziehung ist der Zwergpinscher ein nervenstarker und wesensfester Hund, der sich im Trubel genauso wohlfühlt wie Zuhause. Ein sehr ehrlicher und personenbezogener Begleiter, den man an seiner Seite nicht missen möchte.

Steckbrief Zwergpinscher 

Einzelheiten zum Zwergpinscher 
Größe (Widerristhöhe) zwischen 25 und 30 Zentimeter
Gewicht zwischen 4 und 6 Kilogramm
Alter 13-16 Jahre
Fellfarben Einfarbig Hirschrot, rot-braun bis dunkel rot-braun oder zweifarbig schwarz und rot
Herkunftsland Deutschland
FCI Nummer 185
FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
FCI Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
Aufgaben Begleit- und Familienhund; Der Jagdtrieb ist bei einigen Zwergpinschern durchaus vorhanden, bei guter Erziehung jedoch kontrollierbar.
Geeignet für Aktive und sportlicher Familien und Einzelpersonen; bei Unterforderung kann der Hund zu Nervosität neigen
Typische Krankheiten Kommen nur selten vor: Akrales Mutilationssyndrom, Ohrrandprobleme, Patellaluxation, Progressive Retinaatrophie, Schablonenkrankheit

Die Geschichte des Zwergpinschers

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Die beiden Hunderassen Pinscher und Schnauzer haben durch ihre Geschichte eine bis heute anhaltende Verbindung. Beide Hunderassen stammen von den sogenannten „Torfhunden“ ab, die sich dem Menschen vor etwa 12.000 Jahre angeschlossen haben. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, Ratten und Mäuse dem Futter auf Bauernhöfen fernzuhalten. Daher auch ihr Spitzname „Rattler“.

Da Schnauzer und Pinscher lange gekreuzt wurden, kam es bis ins 20. Jahrhundert immer wieder zu Pinscherwürfen mit rauhaarigem Fell. Diese „rauhaarigen Pinscher“ sind die heutigen Schnauzer. Erst Josef Berta begann mit seiner Gründung des „Pinscherklubs“ 1895 die beiden Hunderassen strikt zu trennen und war so der Begründer der Pinscher-Reinzucht. Inzwischen ist der Verein „Pinscher-Schnauzer-Klub 1895 e. V.“ bekannt.

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Als der Zwergpinscher Anfang des 20. Jahrhunderts in Mode kam, war er vor allem bei Damen der feinen Gesellschaft beliebt. Die Vorliebe dieser Damen sorgte dafür, dass der Zwergpinscher oftmals als „Schoßhund“ abgetan wurde – eine Bezeichnung, die den Ansprüchen und dem Wesen der schlauen Hunde alles andere als gerecht wird.

Inzwischen ist der Zwergpinscher ein beliebter Freizeitbegleiter, der sowohl bei aktiven Familien, wie auch Freunden des Hundesports anzutreffen ist. Anzumerken ist jedoch, dass viele Hunde, die als Zwergpinscher beschrieben werden, oftmals nicht reinrassig sind, weshalb das Bild auf diese Hunderasse oftmals etwas verfälscht ist.

Optisch unterscheidet der Zwergpinscher sich in zwei Typen: Den europäischen und den amerikanischen Zwergpinscher. Während der amerikanische Typ sehr schlank und langbeinig ist, ist in Europa ein kompakter, quadratischer Körperbau erwünscht. Zudem werden sowohl in Amerika, wie auch in Ländern wie Russland oder der Ukraine die Ohren und die Ruten kupiert, um den Hund edler erscheinen zu lassen. In Deutschland ist diese Art der Verstümmelung glücklicherweise verboten.

Bilder des Zwergpinschers

 

Interessantes und Wissenswertes

Züchterverzeichnis des Zwergpinschers

Züchter der lebhaften Hunde kann man beim „Verband für das deutsche Hundewesen” oder dem „ Schnauzer-Pinscher Klub 1985 e.V.” finden.

Literaturtipps

Letzte Aktualisierung am 19.10.2021 / Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Hinweise zur Haltung von Zwergpinscher

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jeder Zwergpinscher ein verspielter Sporthund.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Egal ob groß oder klein, jedes Hundewesen braucht für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewisse Erziehung bzw. zumindest die Kenntnis über die geltenden Regeln im Zusammenleben mit seinen Menschen. Schon alleine damit aus dem Zwergpinscher ein ausgeglichener Hund werden kann und kein nervöser Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

Versicherungen

Ja, manche Hunde wie der Zwergpinscher sind so klein, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass sie etwas Schlimmes anstellen. Doch auch der kleinste oder liebste Hund der Welt kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. (Übrigens ist die in vielen Bundesländern sowieso Pflicht!)
Ob und wie weit du zusätzlich noch eine OP- oder Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurücklegen. Wenn du dich belesen willst, schau einfach in unseren Versicherungsratgebern nach:

Ist der Zwergpinscher ein Listenhund?

Ein sogenannter Listenhund gehört zu einer Hunderasse, bei der davon ausgegangen wird, dass diese grundsätzlich eine Gefährdung für Menschen und andere Tiere darstellt. Ihre Haltung ist mit bestimmten Auflagen verbunden oder sogar verboten. Um welche Rassen es sich dabei handelt welche Auflagen es gibt, findest du in diesem Artikel beantwortet: Was sind eigentlich Listenhunde?
Nun zur Beantwortung der Frage: Ist der Zwergpinscher ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland und anderen Ländern grundsätzlich sehr umstritten sind, wird momentan ein Zwergpinscher weder als gefährlich angesehen noch seine Gefährlichkeit vermutet. Es wird davon ausgegangen, dass keine allgemeine Bedrohung der Sicherheit der Bevölkerung durch Angriffe seitens Zwergpinscher besteht. Du solltest dir allerdings immer bewusst sein, dass ein Hund ein Lebewesen und keine Maschine ist und seine Waffen immer dabei hat. Das heißt auch ein Zwergpinscher kann beißen, wenn er sich bedroht oder bedrängt fühlt. Ein achtsamer Umgang mit deinem vierbeinigen Liebling ist daher unabdingbar für ein entspanntes Miteinander.

Quellen:

Bildcredit: (c)gismo2015 - Fotolia.com

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