Deutsche Dogge Steckbrief

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Steckbrief über die beeindruckende Hunderasse Deutsche Dogge mit Bildern, Informationen über ihr Wesen, Deutsche Doggen im TV und Kino und vielen, vielen weiteren News über die sanftmütigen Riesen. [Artikel lesen]

Wesenszüge und Charaktereigenschaften Deutsche Dogge

Fahre mit der Maus über ein Symbol um zu sehen, was es bedeutet. Farbige Symbole bedeuten, die Rasse ist dafür geeignet ist, graue Symbole, dass die Rasse dafür nicht geeignet ist.

Deutsche Doggen sind für ihr freundliches, gutmütiges und menschenbezogenes Wesen bekannt und reagieren dabei sehr sensibel auf Stimmungen, obwohl sie eine hohe Reizschwelle haben. Die eleganten Hunde benötigen dabei durchaus Bewegung, sind aber nicht ganz so anspruchsvoll, wie ihre Größe vermuten lassen könnte. Ausgiebige Spaziergänge reichen der Deutschen Dogge in der Regel aus. Für eine Haltung in der Stadt sind die großen Hunde nur bedingt geeignet. Wichtig ist hier, dass sie trotz der Stadtlage genügend Auslauf im Freien geboten bekommen und ausgelastet werden. Als Wachhund sind Deutsche Doggen hingegen bestens geeignet, wobei eine reine Gartenhaltung nicht ideal ist, da die Deutsche Dogge als sehr anhänglich und menschenbezogen gilt und ungern von ihrer Bezugsperson getrennt lebt. Die Erziehung ist dabei nicht immer einfach, da die freundlichen Hunde durchaus auch dazu neigen, stures Verhalten an den Tag zulegen – mit Druck gehen sie dabei schlecht um. Mit einer gelungenen Mischung aus Feinfühligkeit und Durchsetzungsvermögen kommt man bei der Deutschen Dogge in der Regel am weitesten. Kindern in der Familie gegenüber zeigen sich Deutsche Doggen in der Regel freundlich und bei einer guten Sozialisierung kommt die Deutsche Dogge auch mit anderen Tieren im Haushalt bestens aus. Das Fell der Deutschen Dogge ist sehr pflegeleicht. Bei der Fütterung muss hingegen Vorsicht walten: Die große Rasse neigt aufgrund ihres schnellen Wachstums zu gesundheitlichen Problemen – diesen kann mit der richtigen Fütterung und Beschäftigung jedoch entgegengewirkt werden. Wenn du dir eine Deutsche Dogge anschaffst, solltest du dich diesbezüglich von einem Tierarzt beraten lassen.

Steckbrief Deutsche Dogge

Einzelheiten zum Deutsche Dogge
Größe (Widerristhöhe) Rüden ab 80 Zentimeter, Hündinnen ab 72 Zentimeter
Gewicht 45 bis 85 Kilogramm
Alter 8-10 Jahre
Fellfarben Drei Farbschläge: „Gelb und Gestromt“, „Gefleckt und Schwarz“ sowie „Blau“ – Doggen der unterschiedlichen Farbschläge werden in der Regel untereinander nicht gekreuzt 
Herkunftsland Deutschland
FCI Nummer 235
FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
FCI Sektion 2: Molossoide 2.1 Doggenartige Hunde
Aufgaben Begleit-, Schutz- und Wachhund; der Jagdtrieb ist noch teilweise vorhanden
Geeignet für Entspannte Menschen und Familien, die einen ruhigen Hund suchen und gerne spazieren gehen; bei Unterforderung können sich Aggressionen aufbauen
Typische Krankheiten Cardiomyopathie, Hüftgelenksdysplasie, Magendrehung und Knochenkrebs

Die Geschichte der Deutschen Dogge

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Wo genau der Ursprung der Deutschen Dogge liegt, ist bisher unbekannt. Es gibt jedoch unterschiedliche Theorien: So besagt eine von Ihnen, dass die Deutsche Dogge von großen und schwerfälligen Hunden abstamme, die bereits vor über 4.000 Jahren bei den Assyrern lebten, während eine andere Theorie besagte, dass die Dogge von Hunden abstamme, die die Kelten nach England brachten.

Nachvollziehen kann man die Geschichte der Deutschen Dogge seit Anfang des 16. Jahrhunderts, als aus England verstärkt hochläufige Hunde nach Deutschland exportiert wurden. Diese hochläufigen Hunde hatten dabei verschiedenste Rassen: Wo einige Hunde den Irischen Wolfshunden ähnelten, waren andere mit Mastiffs verwandt. Diese großen Hunde wurden ab Anfang des 17. Jahrhunderts dann eigenständig in Deutschland unter dem Namen Englische Docke gezüchtet.

In Deutschland fanden die großen Hunde anklang und wurden unter anderem für die Hetzjagd auf großes Wild wie Bären oder Eber verwendet. Da die Doggen einen großen Wert hatten, setzte man die wertvolleren Tiere als Saufinder ein, die die Wildschweine aufspürten. Zur Jagd setzte man oft weniger wertvolle, aber ebenso große und kräftige Mischlinge ein, die als Saurüden bezeichnet wurden.

Mit den Jahren gewannen die Schusswaffen bei der Jagd an Bedeutung, weshalb die Doggen immer weniger gebraucht wurden und sich die Zucht dementsprechend zurückentwickelte. Mitte des 19. Jahrhunderte fanden die Vorfahren der Deutschen Dogge immer mehr gefallen. Seit 1876 heißt die Deutsche Dogge einheitlich Deutsche Dogge, wobei sie im englischsprachigen Raum als Great Dane bekannt ist.

Bilder der Deutschen Dogge

Interessantes und Wissenswertes

Die Deutsche Dogge in Film und Fernsehen

Die bekannteste Deutsche Dogge aus der Film- und Fernsehwelt ist wohl Scooby Doo aus der gleichnamigen Fernsehserie. Mit seinen vier menschlichen Kollegen begibt sich Scooby Doo immer wieder auf Geisterjagd, wobei es sich bei den Geistern nie tatsächlich um übernatürliche Wesen handelt. Unterwegs ist die Mystery Inc. – so nennt sich die Gruppe – dabei in ihrem bekannten Van.

Auch in anderen Animationen taucht die Deutsche Dogge auf: So handelt es sich bei Elmer aus Oswald der lustige Hase um eine Deutsche Dogge und auch Astro aus „Die Jetsons“ gehört der großen Rasse an. Ebenso ist Danny aus der Mangaserie JoJo no Kimyō na Bōken eine Deutsche Dogge und auch als Partner von Batman kann man Ace the Bat-Hound in einigen Comics finden.

Bei Marmaduke handelt es sich sowohl in den Comics, wie auch im Film um eine Deutsche Dogge, die das Leben ihrer Familie auf den Kopf stellt. Eine ebenfalls bekannte Rolle übernehmen Deutsche Doggen in verschiedenen Verfilmungen des Sherlock-Holmes-Romans Der Hund von Baskerville und in dem Familienfilm Chestnut – Der Held vom Central Park spielt eine Deutsche Dogge, die von zwei kleinen Mädchen adoptiert wird sogar die Hauptrolle. Ebenso ist der Hund Einstein aus dem Zeichentrickfilm Oliver & Co. eine Deutsche Dogge.

Letzte Aktualisierung am 17.10.2021 / Bei den Verlinkungen handelt es sich um Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Des Weiteren spielt eine Art der Deutschen Dogge in den Harry-Potter-Büchern eine kleine Rolle: Fang – der Hund des Wildhüters Hagrid – wird als Saurüde beschrieben. Bei Saurüden handelt es sich um Vorfahren der Deutschen Dogge. In den Filmen wird Fang jedoch von einem Mastino Napoletano verkörpert.

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Wenig überraschen wird viele, dass einige Deutsche Doggen auch für ihre außergewöhnliche Größe bekannt sind: So gab es Gibson, der mit einer Schulterhöhe von 107 Zentimetern als größer Hund im Guinnessbuch der Rekorde geführt wurde. Abgelöst wurde er von Giant George, der eine Schulterhöhe von 109 Zentimetern maß. Titan und Zeus waren weitere Deutsche Doggen, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Größe Aufmerksamkeit bekamen.

Bekannte Deutsche Dogge-Besitzer sind zum Beispiel Fürst Otto von Bismarck und Kendall Jenner.

 

Züchterverzeichnis Deutsche Dogge

In Deutschland gibt es zahlreiche Züchter, die sich der eleganten Hunderasse verschrieben haben. Eine Auswahl:

Weitere Züchter findest du nach Postleitzahl sortiert auf der Webseite des Vereins „Deutscher Doggen Club 1888 e. V.“

 

Literaturtipps

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Hinweise zur Haltung von der Deutschen Dogge

Auch wenn es ein Zusammenleben vielfach vereinfachen würde: Nicht jeder Hund liest seine Rassebeschreibung! Das bedeutet, dass es sowohl wasserscheue Labrador Retriever gibt als auch faule Australian Shepherd. Und so ist auch nicht jede Deutsche Dogge menschenbezogen und anhänglich.
Es kommt bei dem Zusammenleben mit deinem Hund immer auf das einzelne Lebewesen an. Rassesteckbriefe können nur einen möglichen Hinweis auf den zukünftigen Charakter deines Vierbeiners geben.

Ganz allgemeine Hinweise, die du beachten und bedenken solltest, bevor du dir einen Hund ins Haus holst, findest du in diesem Ratgeber:

 

Hundeerziehung

Egal ob groß oder klein, jedes Hundewesen braucht für ein glückliches und zufriedenes Leben eine gewisse Erziehung bzw. zumindest die Kenntnis über die geltenden Regeln im Zusammenleben mit seinen Menschen. Schon alleine damit aus der Deutschen Dogge ein ausgeglichener Hund werden kann und kein nervöser Kläffer.

Auf unseren Seiten rund um die Hundeerziehung findest du viele Tipps und Tricks. Eine Liste mit Trainern, die auf der Grundlage der positiven Verstärkung trainieren, findest du im Trainieren-statt-dominieren-Netzwerk.

 

Versicherungen

Ja, manche Hunde sind so menschenbezogen, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass sie etwas Schlimmes anstellen. Doch auch der erzogenste Hund der Welt kann erschrecken, losrennen und einen Unfall verursachen! Da die Kosten dafür schnell sehr hoch werden können, solltest du dir zumindest eine gute Hundehalter-Haftpflicht zulegen. (Übrigens ist die in vielen Bundesländern sowieso Pflicht!)
Ob und wie weit du zusätzlich noch eine OP- oder Krankenversicherung benötigst, kann dir im Vorfeld natürlich niemand sagen. Sicherlich kannst du auch jeden Monat selber etwas Geld für den Fall der Fälle zurücklegen. Wenn du dich belesen willst, schau einfach in unseren Versicherungsratgebern nach:

 

Ist die Deutsche Dogge ein Listenhund?

Ein sogenannter Listenhund gehört zu einer Hunderasse, bei der davon ausgegangen wird, dass diese grundsätzlich eine Gefährdung für Menschen und andere Tiere darstellt. Ihre Haltung ist mit bestimmten Auflagen verbunden oder sogar verboten. Um welche Rassen es sich dabei handelt welche Auflagen es gibt, findest du in diesem Artikel beantwortet: Was sind eigentlich Listenhunde?
Nun zur Beantwortung der Frage: Ist die Deutsche Dogge ein Listenhund?

Nein. Auch wenn die Rasselisten in Deutschland und anderen Ländern grundsätzlich sehr umstritten sind, wird momentan eine Deutsche Dogge weder als gefährlich angesehen noch seine Gefährlichkeit vermutet. Es wird davon ausgegangen, dass keine allgemeine Bedrohung der Sicherheit der Bevölkerung durch Angriffe seitens der Deutschen Dogge besteht. Du solltest dir allerdings immer bewusst sein, dass ein Hund ein Lebewesen und keine Maschine ist und seine Waffen immer dabei hat. Das heißt auch eine Deutsche Dogge kann beißen, wenn er sich bedroht oder bedrängt fühlt. Ein achtsamer Umgang mit deinem vierbeinigen Liebling ist daher unabdingbar für ein entspanntes Miteinander.

Quellen:

Bildcredit: (c)Drago_Nika - Depositphotos.com**

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