Englische Bulldoggen: Wie du als Hundehalter zur Gesundheit dieser faszinierenden Hunderasse beitragen kannst

Old English Bulldog auf grünem Rasen
Um eine Old English Bulldog gesund zu halten ist insbesondere das Futter ausschlaggebend.

Wenn auch du stolzer Besitzer einer englischen Bulldogge bist, wird dir der folgende Artikel sicherlich wertvolle Informationen liefern. Du erhältst wichtige Fakten zu möglichen Erkrankungen und wie du als verantwortungsvoller Besitzer zur Gesundheit englischer Bulldoggen beitragen kannst. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Problem der Kurznasigkeit, von dem du als Fan dieser edlen Hunderasse sicherlich schon einmal gehört hast.

Englische Bulldoggen gehören zu Großbritannien wie das Königshaus, der Rolls-Royce und die berühmte Tea-Time. Die überaus beliebte Hundeart ist im positivsten Sinne „sehr speziell“. Doch die drolligen Zeitgenossen können auch einige gesundheitliche Probleme entwickeln. So neigt die von Natur aus schon kräftige englische Bulldogge zu Übergewicht. Ist dies zu stark ausgeprägt, drohen ähnliche Folgen wie beim Menschen, nämlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Gelenkprobleme. Mit dem richtigen Futter und den folgenden Tipps kannst Du diese Probleme aber leicht vermeiden:

  • Achte beim Füttern auf angemessene Portionsgrößen
  • Wenn Du Deinem Liebling Leckerlis anbietest, lasse die gewöhnlichen Futterportionen kleiner ausfallen
  • Dein Mittagessen gehört nur Dir! Das bedeutet, dass Du keine Essensreste an Deinen Hund verfüttern solltest.
  • Sorge für ausreichend Bewegung, indem Du mit der englischen Bulldogge viel spazieren gehst, tobst und spielst.

Gesundheit englischer Bulldoggen kann durch „Kurznasigkeit“ beeinträchtigt werden

Die englische Bulldogge ist bekannt für ihre äußerst kurze Nase, die fast schon ein Markenzeichen dieser traditionsreichen Hunderasse darstellt, durch Zucht aber leider immer extremer in der Ausprägung wurde. Ist dir in diesem Zusammenhang schon aufgefallen, dass dein Hund manchmal schwer atmet? Tatsächlich begünstigt diese „Kurznasigkeit“ nämlich Schnarchen und Atemprobleme. Diese werden verstärkt durch die Anatomie des Kopfes und des Gaumensegels. Das ist an sich schon etwas, was du dringend mit deinem Tierarzt unter Beobachtung halten solltest. Schließlich ist Atemnot kein Spaß! Ruf dir jetzt bitte noch einmal das Thema des vorherigen Abschnitts in Erinnerung. Hat dein Hund zusätzlich einige Pfunde zu viel auf den Rippen, verstärken sich die Probleme weiter. Fazit: Die Anatomie der Nase zwingt die englische Bulldogge, ganz besonders auf ein vernünftiges Gewicht zu achten.

Hitze mögen die edlen Zeitgenossen überhaupt nicht!

Verträgt Deine englische Bulldogge auch keine Hitze? Dann ist sie in bester Gesellschaft, denn vielen Artgenossen geht es ähnlich. Bei großer Hitze brauchen die Vierbeiner möglichst Ruhe und sollten nicht in der prallen Sonne auf dem heimischen Rasen herumtollen. Aber woran erkennst du überhaupt, dass dein Hund außer Atem ist? Nun, zum einen natürlich an seinem Verhalten. Wenn er müde und abgeschlagen wirkt, braucht er dringend eine Verschnaufpause. Achte aber auch besonders auf laute Atemgeräusche. Treten diese ständig auf und helfen Maßnahmen wie Abnehmen und regelmäßige Ruhepausen nicht, solltest du mit deiner Bulldogge zum Tierarzt gehen. Operative Maßnahmen können die Lebensqualität deines Lieblings erheblich verbessern.

Old English BulldogSteckbrief
Im Sommer solltest du darauf achten, dass deine englische Bulldogge nicht zu sehr überhitzt.

Gesundes Futter ist gesund für die Knochen und Gelenke

Die Gesundheit englischer Bulldoggen kann noch durch eine Reihe weiterer Faktoren beeinträchtigt werden. Prinzipiell ist die Hundeart anfällig für verschiedene Gelenkerkrankungen wie die Ellenbogen- oder Hüftgelenkdysplasie. Zwar werden solche Störungen vererbt, mit einem mineralstoff- und vitaminreichen Futter sorgst du aber dafür, dass sich der Bewegungsapparat regelgerecht entwickelt. Wichtig ist daher, dass du deiner englischen Bulldogge in jungen Jahren auch wirklich spezielles Welpenfutter anbietest. Denn es enthält genau die Inhaltsstoffe, die im „Kindesalter“ gebraucht werden. Und auch hier gilt wieder das Motto „Übergewicht verhindern“, denn damit vermeidest du auch einen Bandscheibenvorfall – ebenfalls nicht gerade selten bei dieser Rasse.

Die englische Bulldogge ist anfällig für Erkältungen 

Achte darauf, dass sich dein Hund nicht erkältet und z. B. bei eisigem Wind mit nassem Fell herumtollt. Englische Bulldoggen sind sehr anfällig für Mandelentzündungen, Bronchitis und Kehlkopfprobleme. Behalte zudem „die Augen im Auge“. Treten hier Beschwerden auf, kann sich dahinter eine sog. Nickhautentzündung verbergen. Damit solltest du auf jeden Fall zum Tierarzt gehen. Weil sich am Auge eine rote Schwellung bildet, spricht man umgangssprachlich auch vom „Cherry Eye“. Hast du das bei deinem eigenen Hund vielleicht auch schon erlebt?

Old English Bulldog Welpe und Erwachsene vor weißem Hintergrund
Behalte deine englische Bulldogge gut im Auge, um sie zu schützen.

Fazit: Die Gesundheit deiner englischen Bulldogge im Auge behalten

Ja, die englische Bulldogge ist eine relativ anfällige Hunderasse. Achte deswegen bereits beim Erwerb darauf, dass dein neuer Mitbewohner von einem vertrauensvollen Züchter (o. Ä.) stammt. Zudem gibt es sehr viel, was du selbst dazu beitragen kannst, um die Gesundheit deiner englischen Bulldogge zu erhalten und zu fördern. Ausreichend Bewegung, eine Verschnaufpause zur richtigen Zeit und gesunde Ernährung – damit kannst du schon viel erreichen. Und nach diesem Artikel weißt du noch besser, auf was du sonst noch achten muss. Einem tollen und gesunden Zusammenleben steht also nichts mehr im Wege.


Bildcredit: (c) tanyakdesign - depositphotos.com


Wir freuen uns, wenn du unseren Beitrag bewertest:

Tipps, Hilfe und Schnäppchen für dein Tier per E-Mail

Anzeige
About Gastautor 31 Articles
Unsere Gastautoren sind ebenfalls begeisterte Haustierbesitzer. Als solche setzen sie ihre Expertise dazu ein, unseren Lesern hilfreiche Tipps im Umgang mit ihren tierischen Familienmitgliedern an die Hand zu geben.

Be the first to comment

Leave a Reply

Your email address will not be published.


*